WAS IST OSTEOPATHIE ?

GRUNDPRINZIPIEN DER OSTEOPATHIE

1.

Der Mensch bildet eine dynamische funktionelle Einheit, dessen Wohlbefinden durch

Körper, Geist und Seele beeinflusst wird.

 

2.

Der Organismus besitzt selbstregulierende Mechanismen und die natürliche

Fähigkeit zur Selbstheilung.

OSTEOPATHIE  BEHANDLUNG MIT DEN HÄNDEN

Eines der berühmtesten Zitate in der Osteopathie lautet: "With thinking, feeling, seeing, knowing fingers" (übersetzt: "mit denkenden, sehenden, wissenden Fingern"). Dies ist der Versuch einer Beschreibung dessen, wie die Hände eines Osteopathen den Körper berühren. Mit "thinking, feeling, seeing, knowing fingers" nimmt der osteopathische Therapeut feinste Nuancen im Gewebe wahr, bestrebt Verspannungen und Blockaden auf körperlicher oder seelischer Ebene zu lösen.

Das wichtigste Werkzeug eines Osteopathen sind damit die Hände und die Fähigkeit des Tastens (der Palpation), der bewussten Berührung, des urteilfreien Spürens und Zuhörens.

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WAS KANN OSTEOPATHIE BEHANDELN?

Unsere Praxis für Osteopathie in Berlin-Pankow empfängt wöchentlich bis zu 50 Patienten, mit unterschiedlichsten Symptomen. Dennoch kommen bestimmte Beschwerdebilder häufiger vor als Andere. 

Häufige Konsultationsgründe für eine osteopathische Behandlung: 

Rückenschmerzen

Bandscheibenvorfall (Prolaps)

Gelenkblockade

Rippenblockade

ISG-Blockade

Nackenschmerzen

HWS-Blockade

Arthrose

Schulterschmerzen

Knieschmerzen

Migräne, Spannungs-/ Kopfschmerzen

Verdauungsprobleme

Obstipation

Reflux

 

Reizdarm

Tinnitus

Kieferprobleme (CMD)

Sportverletzung, Unfall

Schleudertrauma

DREI SÄULEN DER OSTEOPATHIE

Osteopathie ist eine eigenständige, ganzheitliche Form der Medizin, in der Diagnostik und Behandlung mit den Händen erfolgen. Sie kann in drei Bereiche unterteilt werden:


PARIETALE OSTEOPATHIE
Bei der parietalen Osteopathie werden die Gelenke, Sehnen, Bänder, Muskeln und Faszien auf Bewegungseinschränkungen untersucht und behandelt.


CRANIO-SAKRALE OSTEOPATHIE
In der cranialen Osteopathie werden feine Bewegungen der Schädelknochen, des Kreuzbeins sowie der dazugehörigen Flüssigkeiten und Bindegewebshäute untersucht und behandelt.


VISZERALE OSTEOPATHIE
Bei der viszeralen Osteopathie werden die inneren Organe sowie ihre umgebenden Strukturen auf Bewegungseinschränkungen untersucht und behandelt.

"LEBEN IST BEWEGUNG."

— Zitat: Andrew Taylor Still, Begründer der Osteopathie —

MIT OSTEOPATHIE BLOCKADEN LÖSEN 

Unser Körper ist immer in Bewegung, auch wenn wir ruhen. Das betrifft beispielsweise Strukturen des Blutkreislaufs (das Herz und die Gefäße) oder des Verdauungssystems (Magen- und Darmaktivität).

 

Aber auch auf zellulärer Ebene, in den verschiedenen Geweben des Körpers, findet unentwegt Bewegung statt: der Austausch von Flüssigkeiten mittels Osmose, die Aktivität von Drüsen oder der Transport von Nähr- und Botenstoffen. Bestmögliche Beweglichkeit ist für unseren Körper lebenswichtig.

 

Ein Ziel unserer Behandlung ist es, durch manuelle Techniken und therapeutische Übungen, Blockaden und Gewebespannung zu lösen und somit die Beweglichkeit wieder herzustellen.

GELENK- & WIRBELBLOCKADEN: CHIROPRAKTISCHES EINRENKEN

Da die Osteopathie und die Chiropraktik historisch zum Teil die selben Wurzeln besitzen, werden einige Techniken in beiden Behandlungs-Methoden eingesetzt. Dies betrifft auch das "Einrenken" z. B. bei Wirbel- oder Gelenks-Blockaden. 

Die Technik des Einrenkens nennt man in der Osteopathie HVLA (in der Chiropraktik Adjustment). Sie erfordert viel Können, Wissen und Feingefühl, um genau die richtige Dosis an Kraft und Amplitude für den ausgeführten Impuls zu finden.

Jeder ausgebildete Therapeut wird, bevor er eine Technik anwendet, immer überprüfen ob dies die richtige und die effektivste Behandlungstechnik für den individuellen Patienten bei seiner Erkrankung und Vorgeschichte ist.

Korrekt ausgeführt, können HVLA Techniken bei Blockaden der Wirbelsäule und aller peripheren Gelenke Linderung verschaffen und sind daher bei Patienten sehr beliebt.

Dennoch sollte man nicht der Verlockung eines "quick fix" verfallen, da neben der Blockade auch die Ursache für die Blockierung aufgefunden und behandelt werden muss, wenn man vermeiden möchte, dass das Gelenk nach wenigen Tagen wieder blockiert! 

OSTEOPATHIE UND DIE ZENTRALE ROLLE DER WIRBELSÄULE

Zu Beginn jeder osteopathischen Behandlung wird ein Blick auf die Wirbelsäule geworfen. Der Osteopath überprüft die Beweglichkeit ihrer einzelnen Segmente durch osteopathische Mobilitätstests, ertastet die Beschaffenheit der lokalen Haut und Muskeln. Warum ist die Wirbelsäule so zentral in der Osteopathie?

 

Unsere Wirbelsäule stellt ein wichtiges, tragendes Element unseres Halte-, Stütz- und Bewegungsapparats dar. Sie setzt sich aus 33 einzelnen Wirbelknochen zusammen, welche ähnlich eines Bauklötzchen-Turms aufeinander gestapelt sind. Rechts und links eines jeden "Klötzchens" entspringt jeweils ein Nerv (auch Spinalnerv genannt).

Sehr vereinfacht gesagt, haben Spinalnerven einen dicken Hauptast der zu einem bestimmten inneren Organ zieht und drei weitere Nebenäste: einer dieser kleineren Äste zieht direkt zur Rückenmuskulatur in der unmittelbaren Umgebung des Wirbels, ein Weiterer zum Periost (d.h. der Knochenhaut) des Wirbels und der Dritte zum Wirbelkanal selbst (zu den Rückenmarkshäuten).

Hat man nun über längere Zeit ein Problem mit einem Organ (z. B. ein Magen der chronisch krampft) wird der Hauptast der betroffenen Spinalnerven vermehrt Signale feuern. Man hat festgestellt, dass sich diese gesteigerte Nervenaktivität auf die Nebenäste ausbreiten kann, sodass man mit der Zeit in dem betroffenen Bereich der Wirbelsäule verspannte Muskeln, eine asymmetrische Beweglichkeit (bis hin zu Blockaden) und eine Periost-Druckschmerzhaftigkeit vorfindet. Durch die lokalen Verspannungen lässt sich außerdem häufig auch eine punktuell veränderte Beschaffenheit der Haut ertasten (z. B. aufgedunsen, fettig oder kaltschweissig).
All dies sind Indizien, welche sich der Osteopath in der osteopathischen Befunderhebung und Behandlung zu Nutzen macht.

„Wahre Ruhe ist nicht Mangel an Bewegung. Sie ist Gleichgewicht der Bewegung.“

GANZHEITLICHKEIT: DER KÖRPER ALS EINHEIT

Der Körper stellt eine Funktionseinheit dar. Dadurch lässt sich der Ursprung von Beschwerden häufig fern der Stelle ihres Symptoms finden.

 

Osteopathie beschränkt sich nicht auf die Behandlung von Symptomen, sondern betrachtet den Menschen in seiner Gesamtheit und geht den Ursachen von Beschwerden auf den Grund.

 

Dabei verfolgt sie einen salutogenen Ansatz: das heißt, der Fokus der Aufmerksamkeit liegt nicht primär auf den Beschwerden oder Krankheiten des Patienten, sondern auf dessen individueller Gesundheit. Es gilt, die Selbstheilungskräfte zu fördern und zu erhalten.

 

Falls Sie mehr über die Osteopathie und ihre Anwendungsgebiete erfahren möchten, finden Sie ausführliche Informationen in unserem Blog, auf unserem Instagram-Account (@raum_fuer_osteopathie) oder unter der VOD-Homepage: www.osteopathie.de

OSTEOPATHIE, ACHTSAMKEIT UND YOGA

Eines der Grundprinzipien in der Osteopathie besagt, dass der Mensch eine dynamische, funktionelle Einheit bildet, dessen Wohlbefinden durch Körper, Geist und Seele beeinflusst wird. Die Osteopathie geht außerdem davon aus, dass der Organismus selbstregulierende Mechanismen und die natürliche Fähigkeit zur Selbstheilung besitzt. Doch welche Kräfte können aus Zentrierung erwachsen? Können wir über das Erspüren der Zusammenhänge zwischen Körper und Geist unseren Heilungsprozess initiieren?

Die empirische Erfahrung aus der Praxis zeigt: mit der Ausrichtung unseres Geistes können wir unmittelbar auf unser Körpergewebe einwirken! Emotionen lassen sich im Blut messen, die Art der Gedanken verändern unseren Blutdruck. In meditativen Zuständen verlangsamt sich der Herzschlag, sinkt die Grundspannung unserer Skelettmuskeln und verbessert sich die Funktion des Immunsystems! All dies sind Eigenschaften, welche sich die Osteopathie zu Nutze macht.

OSTEAOPTHIE & YOGA: SEI DEIN EIGENER OSTEOPATH!

Bestmögliche Beweglichkeit ist für unseren Körper lebenswichtig. In der Osteopathie geht es im Wesentlichen genau darum, diese Beweglichkeit zu erhalten oder bei Verlust wiederherzustellen.
Am effektivsten ist eine Behandlung oder auch die Prävention von Beschwerden (z. B. Schmerzen der Muskeln und Gelenke), wenn der Körper auch im Anschluss an die osteopathische Behandlung regelmäßig bewegt wird, dafür wurde er konzipiert. Daher empfehlen wir, wenn Patienten uns nach der Behandlung um Tipps oder Übungen bitten häufig und aus persönlicher Überzeugung Yoga! Denn:

  • Yoga fördert funktionelle Bewegung.

  • Yoga bezieht wie kaum eine andere Trainingsmethode Muskeln, Nerven, Organe, Atmung und Achtsamkeit mit in die Praxis ein, ist also sehr ganzheitlich.

 

  • Yoga unterstützt den Parasympathikus und damit das Immunsystem, die natürliche Fähigkeit des Körpers zur Selbstheilung.

KINDEROSTEOPATHIE UND OSTEOPATHIE FÜR BABYS

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Ein paar Gedanken zur Kinder-Osteopathie und zur osteopathischen Behandlung von Babys. Warum gehen so viele Eltern mit ihrem Kind zum Osteopathen? In unserer Osteopathie Praxis empfangen wir regelmäßig Säuglinge zur osteopathischen Behandlung. Die Erfahrung zeigt, dass die Babys die Osteopathie meist sehr genießen, sich entspannen, ruhig werden oder sogar einschlafen. Woran liegt das? 

Betrachten wir die Entwicklung des menschlichen Körpers, speziell seiner Sinne: das Fühlen, das Schmecken, das Riechen, das Tasten und das Sehen. Welcher Sinn entwickelt sich als erstes? Was nehmen neugeborene Babys am meisten wahr? Wie können wir mit ihnen am besten kommunizieren? Herausfinden, was ihnen gegebenenfalls fehlt?

Zum Zeitpunkt der Geburt sind zwar alle Sinne des Menschens bereits funktionsfähig ausgereift, jedoch zum Teil noch sehr unterentwickelt. So ist beispielsweise das Sehvermögen eines Neugeborenen in den ersten Lebenstagen äußerst eingeschränkt. Gegenstände oder Personen können nur verschwommen wahrgenommen werden. 

Die erstmalige Anlage und differenzierte Ausbildung der Sinne geschieht bereits im Mutterleib und, je nach Sinn, in sehr unterschiedlichen Entwicklungsstadien:

Der Geruch- und Geschmacksinn entwickeln sich beispielsweise erst ganz gegen Ende der Schwangerschaft!

Das Hören immerhin um die 24. Schwangerschaftswoche und das Sehen bereits um das Ende des 4 Schwangerschaftsmonats (also in der 16. Schwangerschaftswoche). Der erste sich entwickelnde Sinn ist jedoch das Fühlen. Dieses entwickelt sich bereits ab der 5. Schwangerschaftswoche! Das heißt, zu einem Zeitpunkt an welchem viele Eltern noch gar nichts von der Schwangerschaft wissen.

 

Auch nach der Geburt ist der Tastsinn zunächst der ausgeprägteste und wichtigste Sinn für ein neugeborenes Kind. Das heißt mit einem sehr jungen Baby, lässt sich kaum mittels Blickkontakt, Mimik oder Lauten kommunizieren. Am besten spüren Kinder sich und den Anderen, wenn sie gehalten, berührt oder sanft geschaukelt werden. Auch Summen nehmen Säuglinge gut wahr, da sich die Vibrationen der Stimme auf das Baby übertragen.
 

Osteopathen führen ihre Behandlung, Untersuchung und Diagnostik mit den Händen aus, das heißt die Berührung, das Erspüren von feinen Gewebespannungen und Blockaden, ist das wichtigste Werkzeug eines Osteopathen und spricht gleichzeitig den wichtigsten Sinn des Kindes an: den Tastsinn. Auf eine Art und Weise gehen wir in der osteopathischen Behandlung mit den Säuglingen in einen Dialog, erspüren, was für das Kind angenehm ist und was Stress erzeugt, mit dem Bestreben dem Kind Erleichterung zu verschaffen. 

OSTEOPATHISCHE BEHANDLUNG FÜR BABYS

UNSER BEHANDLUNGS-SPEKTRUM FÜR DIE KLEINEN

Eltern suchen uns aus unterschiedlichsten Gründen mit ihrem Kind in der Osteoptahie Praxis auf, folgende Symptome kommen jedoch am häufigsten vor:    

Osteopathie für Schreibabys

Osteopathie für Babys mit Lieblingslage

Osteopathie für Babys mit Verdauungsproblemen

Osteopathie für Säuglinge mit Stillproblemen 

Osteopathie für Kinder mit Schlafstörungen

Osteopathie bei Kopf-Asymmetrien