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SCHRITT 04: Mobilisierende Bewegung

Leben ist Bewegung. Unser Körper ist immer in Bewegung, auch wenn wir ruhen.

Das betrifft beispielsweise Strukturen unseres Blutkreislaufs (wie das Herz und die Gefäße) oder das Verdauungssystem (den Magen und Darm). Aber auch auf zellulärer Ebene, in den verschiedenen Geweben des Körpers, findet unentwegt Bewegung statt: der Austausch von Flüssigkeiten mittels Osmose, die Aktivität von Drüsen oder der Transport von Nähr- und Botenstoffen.


Bestmögliche Beweglichkeit ist für unseren Körper lebenswichtig.

Unser Körper wurde dafür konzipiert, sich zu bewegen. Tun wir dies nicht oder verbringen wir zu viel Zeit im Sitzen, verkürzt und verklebt der Bewegungsapparat. Das zeigt sich in der Praxis häufig an einem zu kurzen Hüftbeuger (dem Psoasmuskel). Dieser wird im Sitzen angenähert und verliert dadurch mit der Zeit seine Dehnbarkeit. Schlafen wir dann noch nachts in einer Schlafposition mit angewinkelten Beinen z.B. in Seitlage, ist es als säßen wir auch im Schlaf! Da der paarig angelegte Muskel wie zwei Gleise entlang der unteren Wirbelsäule (LWS) verläuft, kann er durch seine Verkürzung die Wirbelsäule der Länge nach stauchen. Eine häufige Ursache für Rückenschmerzen!


Verkürzungen, Verspannungen und Verklebungen im Bereich des Bewegungsapparats sind sehr häufig. Sie haben eine negative Auswirkung auf die Funktionsfähigkeit der Faszien. Die Faszien sind ein feines spinnennetzartiges Gewebe, welches die Muskulatur umhüllt und durchdringt. Sie haben eine vielseitige Funktion: wirken formgebend, umhüllen, polstern und schützen. Sie übertragen Kraft und bieten Resistenz gegen Zugspannung. Neben den biomechanischen Funktionen spielen sie aber auch eine wichtige Rolle für den Stoffwechsel, speichern und transportieren Flüssigkeit und damit Nähr- und Botenstoffe. Zu guter Letzt sind Faszien an der Reizleitung beteiligt.

Studien haben gezeigt, dass Faszien z.T. aus Zellen bestehen, die weder reine Faszien- noch reine Muskelzellen sind, sondern eine Art Hybrid darstellen. Diese können sich je nach Milieu zu einer Muskel- oder Faszienzelle umwandeln! So wird unter negativem Stress ein Zellbotenstoff ausgeschüttet (TGF-beta), welcher eine Verhärtung und Versteifung des Gewebes bewirkt, indem er in diesen hybriden Zellen eine Mutation von Muskel- zu Faszienzelle bewirkt! Wir bekommen Verspannungen. Des Weiteren hat man festgestellt, dass sich die hybriden Zellen bewegen können und eine Tendenz haben, zu den Durchtrittsstellen von Nerven zu migrieren. Dort bilden sie durch ihr vermehrtes Vorkommen einen festen, manchmal sogar makroskopisch tastbaren Ring um den Nerv und bewirken so dessen chronische Reizung. Das erzeugt Schmerzen und stellt einen Erklärungsansatz für die Entstehung von Trigger-Punkten dar.



Unser Fazit:

Unabhängig vom Fitnesswahn der letzten Jahrzehnte, ist es wichtig, dass wir unseren Körper bewegen. Nicht um ihn zu stählen oder zu formen, sondern um ihn artgerecht zu behandeln. Denn:


Ein gesunder, ausgewogener Körper ist Grundvorraussetzung für langfristige Schmerzfreiheit und das Gefühl, sich im Körper zu Hause zu fühlen.



Kommen wir zu SCHRITT 04 unserer Morgen-Routine:


04 BEWEGUNG

Da es sich um eine Morgen-Routine handelt, welche im Ganzen mit ihren 5 Schritten weniger als 60 Minuten dauern soll, ist es vollkommen ausreichend, hier einige mobilisierende und aktivierende Übungen durchzuführen (10 - 20 Minuten). Hierfür eignet sich beispielsweise Yoga sehr gut (5 - 10 Sonnengrüße) oder self-myofascial Release-Übungen (Faszien ausrollen z.B. mit einer Black Role), Hoola hoopen, spazieren oder die alt bewährten Kniebeugen der Oma Else vor geöffnetem Fenster.


Was bewirkt eine gesteigerte Beweglichkeit?

Beweglichkeit fördert die Durchblutung des Muskelgewebes, erlaubt Bewegung entsprechend der Biomechanik der Gelenke (achsengerecht), sorgt für eine bessere Körperhaltung, steigert die Regeneration von Muskelgewebe, vermindert das Verletzungsrisiko und steigert das Körperbewusstsein. Auch die Emotionen sind eng verknüpft mit unserem Körperbewusstsein. Können wir frei atmen? Lastet uns etwas auf den Schultern?



Für mehr Wissen über die 5 Dinge, deiner neuen Morgen-Routine:

01 ATEMÜBUNG



02 WECHSELDUSCHE


03 ZITRONEN WASSER



04 BEWEGUNG



05 BASISCHES FRÜHSTÜCK


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